Arbeitende Tiere vom 18 bis ins 20. Jahrhundert:

Equiden, Rinder und Hunde als Akteure der Modernisierung in der Stadt und auf dem Land.

Vortrag von Dr. Peter Moser, Leiter des Archivs für Agrargeschichte in Bern

Arbeitende Tiere werden oft als Phänomen einer vorindustriellen Zeit wahrgenommen. Doch ein genauer Blick auf die Entwicklung der städtischen Verkehrssysteme und die Mechanisierung der landwirtschaftlichen Produktion im 19. und im frühen 20. Jahrhundert zeigt, dass arbeitende Tiere bis in die 1950er Jahre auch in Industriegesellschaften eine wichtige Rolle spielten. Mit anderen Worten: sie waren Akteure der Modernisierung, nicht Phänomene einer vorindustriellen Welt. 

Im Vortrag wird zuerst die Bedeutung der arbeitenden Tiere erörtert. Danach geht es um die Vielfalt von audiovisuellen Quellen, die einen Zugang zur Welt der arbeitenden Tiere (und Menschen) ermöglichen. Doch Filme und Fotografien sind nicht nur unverzichtbare Quellen zur Thematisierung der tierlichen Arbeit, sie eignen sich auch zur Vermittlung von historischem Wissen. Dieser Aspekt wird im dritten Teil anhand eines kurzen Video Essays thematisiert, in dem es um die Interaktionen von Männern, Frauen und Kindern mit ihren tierlichen Arbeitskolleg:innen geht.

Eintritt Frei!

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