Martin Caldenbach, um 1505, Anbetung der Heiligen drei Könige, Tempera und Öl auf Holz

Vortrag zum 500. Todestag des Frankfurter Malers Martin Caldenbach

20. Februar 2018, 18 Uhr

Vortrag von Dr. Michaela Schedl

Schon zu allen Zeiten gab es berühmte Maler und daneben zahlreiche weitere, weniger bekannt gewordene Malerkollegen. Dies war auch an der Zeitenwende von der Spätgotik zur Renaissance der Fall. Maler, wie Albrecht Dürer oder Lucas Cranach, erlangten Weltgeltung und liefen weniger prominenten Kollegen den Rang ab. Zu diesen weniger bekannten Malern gehört auch der in Frankfurt ansässige Martin Caldenbach, ein zu Lebzeiten sehr geschätzter Künstler. Wir kennen Caldenbach nicht zuletzt deshalb, weil Dürer ihn kannte: Dürer ließ seinen Kollegen zweimal ausdrücklich in Briefen an den Frankfurter Patrizier Jakob Heller grüßen.

Wie seine Mitstreiter widmete sich Martin Caldenbach der Malerei biblischen Inhalts für Kirchen und Kapellen, der Porträtmalerei, aber auch Restaurierungsarbeiten. Zudem lieferte er die Vorarbeiten für Holzschnittillustrationen in gedruckten Büchern.

Caldenbach war für Auftraggeber in Frankfurt und Umgebung tätig. Für Mainz schuf er das qualitätvolle Dreikönigsretabel, das – sehr wahrscheinlich aus der Mainzer Stiftskirche St. Stephan – nach der Säkularisation 1803 in das Mainzer Museum gelangte.

2018 wird der 500. Todestag Martin Caldenbachs begangen. Dies ist ein sehr guter Anlass, diesen Frankfurter Maler und Bekannten Dürers mit seinem Leben und Werk wieder in Erinnerung zu rufen.