Ausstellung "Ein Stück norddeutscher Himmel"

Lehrermaterial zur Sonderausstellung

Emil Nolde verbrachte nur etwa 20 Monate in den Jahren 1906 und 1907 als Mitglied in der Künstlergemeinschaft „Die Brücke“.  Seine Haltung zu dieser Gruppe, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den hier gezeigten Werken und Noldes persönliche Art und Weise zu arbeiten lassen sich anhand dieser Ausstellung erörtern.

Folgende drei Aspekte ergeben Anknüpfungspunkte für den Unterricht:

Nicht im Rahmenlehrplan Kunst genannt, aber von Interesse und an das Erfahrungsfeld „Individualisierung – Ich und Du“ anzubinden:

„Künstler sein“ als Beruf. Welche Rolle spielt der Austausch mit anderen? Manifeste, gemeinschaftlich geplante Ausstellungen – gehört das zu einer Künstlergruppe? Gibt es aktuell solche Gruppen?

Anzubinden über die Arbeitsbereiche „Malerei“ und „Druckgrafik“ sowie über die Objektanalyse und – interpretation:

Sehen und Vergleichen. Formale Kennzeichen in Bildern wahrnehmen, benennen und wieder finden.

Farbe als Ausdrucksmittel. Farben als Träger von Atmosphäre und Emotion.

Es gibt aber über den Titel „Ein Stück norddeutscher Himmel“ auch den Bezug zur Beobachtung der Natur, des Wetters, der Landschaft. Hier ist fächerübergreifende Arbeit möglich. Schon eine kleine Schablone, die man ans Fenster klebt, kann die Aufmerksamkeit auf den Wandel der Wolken und des Himmels lenken. In Abgrenzung zum norddeutschen Himmel wird der rheinhessische Himmel zum Thema, die eigene Heimat, das eigene Verhältnis zur Natur.

Bildanalyse sorgfältig zu betreiben ist eine der großen Herausforderungen des Kunstunterrichts. Ähnlich wie im Deutschunterricht empfindet man die eigenen Erfahrungen vor allem mit der Analyse von Lyrik oder eben von Gemälden manchmal als Zerstückelung und Entzauberung des Werkes.

Aus diesem Grund möchte das hier vorliegende Material keine Bildanalyse betreiben, sondern Wege zum Sprechen über Bilder zeigen. Die expressionistischen Bilder finden bei Jugendliche oft Gefallen, manchmal auch Ablehnung, in jedem Fall Interesse. Trotzdem ist es schwer, über die Bilder zu sprechen. Farbeindrücke, Farbauftrag, die Bildung von Flächen und Formen zu umschreiben ist nicht leicht, wenn man die Vokabeln dafür selten benutzt.

„Es sieht aus, als ob …“ „Es erinnert mich an …“ baut da manchmal eine Brücke. Für das Ordnen der eigenen Eindrücke der Schüler durch Hinsehen und Vergleichen sind die Arbeitsblätter mit Farben, Farbauftrag, Bildaufteilungen und  Bildmotiven gedacht.

Lehrermaterial Druckgrafik

Lehrermaterial Farbauftrag

Lehrermaterial Farbe

Lehrermaterial Bildaufteilung