Führungen und Workshops für Schulklassen

Das Museum als außerschulischer Lernort bietet die Möglichkeit, Kunstwerke im Original kennenzulernen. Mit dieser offensichtlichen Lernerfahrung verbunden sind viele kleine Eindrücke und Anstöße, die eine Exkursion bietet. Orientierung, Neugier, Kommunikation in der Gruppe, aber auch mit dem Museumspersonal sind gefordert. Gerne eröffnen wir Ihnen und Ihren Schülern, ganz gleich welcher Schulart und -stufe, Möglichkeiten, in unserem Museum Erfahrungen zu machen.

Die folgenden Führungen mit und ohne Workshop lassen sich mit dem Unterricht in Bildender Kunst, zum Teil auch in Geschichte und Latein und Religion verknüpfen.

Selbstverständlich planen wir Ihren Besuch mit Ihnen, auch wenn Sie Ihre Schüler selbst führen.

Eintritt Schülerinnen und Schüler: 2 Euro
Eintritt inkl. Führung: 4 Euro
Eintritt inkl. Führung und Workshop: 6 Euro
Begleitende Erwachsene haben freien Eintritt.

Bitte melden Sie Ihren Besuch an unter anmeldung.muspaed(at)gdke.rlp.de 

Alle Führungen und Workshops finden Sie auch in unserem Flyer: Download 

Führungen (45-60 Minuten, ohne Workshop)

Highlights

Die Highlight-Führung zeigt die ganze Bandbreite der Objekte und Epochen, die das Landesmuseum beherbergt und gibt damit einen Überblick über die Kulturgeschichte Mitteleuropas. Angefangen bei den römischen Steindenkmälern über die Grabbeigaben eines fränkischen Fürsten und Schmuck aus dem frühen Mittelalter reicht die Fülle der Exponate bis zu Holz- und Steinskulpturen des Mittelalters, Porzellan aus dem Barock, Glasobjekten aus dem Jugendstil und Gemälden von der Renaissance bis zur Moderne. Aus dieser Vielfalt können bis zu 10 Objekte näher betrachtet werden, entweder aus dem gesamten Bestand oder aus einer genauer umrissenen Epoche, beispiels- weise bis oder ab 1500. Umfang, Dauer und Ausdrucksweise passen wir gerne den Bedürfnissen Ihrer Klasse (ab Klasse 3) oder Kindergruppe an. 

Perspektive und Entwicklung der Landschaftsmalerei

Die Eroberung der Zentralperspektive war Ergebnis und Ausdruck einer neuen formalen, aber auch inhaltlichen Weltsicht. Elemente von Gebäuden machten den Anfang, doch die Sicht auf Landschaften als Hintergrund oder zentrales Bildthema sorgte für ganz neue Kunstwerke. Eine Verbindung dieser beiden Lernthemen bietet sich daher besonders an. Die Fähigkeit, perspektivisch zu denken und darzustellen ist eine Herausforderung für die Schüler ab Klasse 8, die sie ausloten und meistern möchten. Den kulturhistorischen und bildlichen Hintergrund für den Schritt aus dem Mittelalter in die Renaissance, die folgende souveräne Handhabung der Landschaftsmalerei über viele Jahrhunderte und schließlich die optische Befragung des Phänomens „Perspektive“ im 20. Jhdt steuern wir gerne bei. 

Mogontiacum – Aurea Moguntia – Goldisch Meenz

Mainz hat eine bewegte Geschichte, deren Zeugen uns während beinahe jeder Bautätigkeit begegnen. Was begründete die Macht und den Reichtum von Mainz in verschiedenen Epochen? Was waren die Schläge, die das städtische Leben verkraften musste? Ob Hunneneinfall, Stiftsfehde, Belagerung, oder Zweiter Weltkrieg, die Bewohner von Mainz haben alles überstanden und ihre Stadt erneuert. Die verschiedenen Kulte der Römerzeit, die lange Herrschaft der Kurfürsten, das Judentum, die Lebensweisen der durchziehenden Soldaten und Händler haben ihre Spuren hinterlassen, so dass es heute so „goldisch“ und weltoffen ist. 

Kunst des 20. Jahrhunderts

Die Entwicklung der Moderne beginnend bei den Strömungen des endenden 19. Jhdts lässt sich an den Exponaten des Landesmuseums hervorragend nachvollziehen. Gemälde und Skulpturen deutscher und internationaler Künstler repräsentieren nicht nur die vielfältigen -ismen des 20. Jhdts, sondern auch Themen, die Künstler aller Epochen beschäftigt haben: der Krieg, das Bild des Menschen, die Darstellung des Ideellen. Gerne knüpfen wir an Themen aus Ihrem Unterricht ab Klasse 10 an. 

Es war einmal in Rheinhessen

Bereits seit der Altsteinzeit war Rheinhessen besiedelt. Anhand von Funden lässt sich die Geschichte des Kulturraums Rheinhessen und damit stellvertretend die Geschichte der Menschheit nachvollziehen. Erstaunlich und anrührend ist dabei die Sehnsucht der Menschen nach Schönem, Magischem, nach Dingen und Details, die über ihren Alltag hinausweisen. Von der Eiszeit über die Bronzezeit zu den Römern, Franken und Karolingern folgen wir der Spur der Menschen in Rheinhessen. 

Die Römer in Mainz

Römische Steindenkmäler sind einer der Grundpfeiler der Sammlungen des Landesmuseums Mainz. Wenn man sie zu deuten weiß, erzählen sie vom Alltag der römischen Legionäre, deren Leben sich mit dem der zivilen Bevölkerung allmählich verwob. Ausstattung, Arbeitsleben und Götterwelt der Soldaten im ersten und zweiten Jhdt nach Christus lassen wir für Ihre Schülerinnen und Schüler ab Klasse 3 lebendig werden. 

Führungen mit Workshop (ca. 120 Minuten) 

Botschaften

Bilder begegnen uns überall, im Internet, im Fernsehen und natürlich auch in der Zeitung. Sie sagen mehr als tausend Worte – das war schon immer so. Vor der Erfindung der Fotografie hielten Maler die Ansichten von Landschaften und Städten fest. Sie malten die Ereignisse und Personen, die man für wichtig hielt und transportierten so ein Bild ihrer Zeit – in unsere Welt von heute. Die sichtbaren Zeichen zu deuten und so die unterliegenden Botschaften zu lesen ist ein spannender Vorgang, der uns die Menschen aus früheren Zeiten nahe bringt. Und unsere Augen öffnet für die Botschaften der modernen Medien. Diese Führung passt gut zu allen „Zeitung in der Schule“-Projekten.

Workshop: Wir bringen Bilder aus der Zeitung und Werke des Museums in Verbindung. Alternativ collagieren wir aus Fotos und Zeitungstexten eigene Botschaften.

Workshop in ganzer Klasse möglich (Dauer mit Workshop 120 Minuten) 

Bunt? Farbig!

Über Farbe zu sprechen, ist ganz schön anspruchsvoll. Jeder Betrachter sieht, nennt und empfindet die Farben eines Bildes ein wenig anders. Da hilft es, Vergleiche anzustellen und Beispiele zu geben. Die Farbwürfel in der Hand sind die Brücke zur Welt der Farben. Sie führen die Betrachter in die Farbwelt der Gemälde aller Epochen.

Workshop: Wir experimentieren mit Aquarellfarben und erzeugen Farbklänge analog zu Werken im Museum.

Workshop in ganzer Klasse möglich (Dauer mit Workshop 120 Minuten) 

Druckgraphische Techniken

Ursprünglich zur Vervielfältigung entwickelt, hatten die Techniken des Hoch- und Tiefdrucks für viele Künstler einen ganz eigenen Reiz. Gemeinsam mit einem Experten aus dem Landesmuseum betrachten wir einige wenige Originaldrucke genau und vollziehen nach, warum eine Graphik in einer bestimmten Technik ihren Reiz entfaltet, für den Künstler wie für den Betrachter. Im Anschluss probieren wir selbst den Hochdruck mit Linolplatten oder den Tiefdruck (vergleichbar dem Mezzotinto) mit Kunststoffplatten aus. Bitte setzen Sie sich für die Buchung dieses Workshops ca. 8 Wochen vor dem geplanten Besuch mit uns in Verbindung.

Workshop in halber Klasse (bis 15 Kinder) obligatorisch (Dauer mit Workshop 120 Minuten) 

Der Maler und sein Atelier

In einen Laden zu gehen, sich dort Farbtuben sowie eine aufgespannte Leinwand zu kaufen und einfach loszulegen, war für Maler lange Zeit undenkbar. Sie kauften die Grundsubstanzen und mischten ihre Farben selbst an, entwickelten ihre eigenen Rezepturen, welche sie an ihre Schüler weitergaben. Als Malgründe standen Holz, Metall und Leinwand, später auch Karton zur Verfügung.

Workshop: Wir verfolgen die Herstellung der schönsten Blautöne, lernen die Materialien des Malers kennen und stellen selbst Farben aus Pigmenten, Eiern und Öl her. Und dann wird natürlich gemalt!

Workshop in halber Klasse (bis 15 Kinder) obligatorisch (Dauer mit Workshop 120 Min.)