Fortbildungen für Lehrkräfte 2017

 Zur Teilnahme eingeladen sind Lehrkräfte in Mainz und Umland aller Schulstufen!

Anmeldungen bitte direkt an:
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Direktion Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49 – 51
55116 Mainz
ellen.loechner(at)gdke.rlp.de

Die Veranstaltungen sind vom Pädagogischen Landesinstitut gem. Pt. 4.2 der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend vom 16.05.2003 als dienstlichen Interessen dienend anerkannt.

Einen Flyer mit allen Fortbildungen können Sie sich hier herunterladen: Fortbildungen für Lehrkräfte 2017

Die Fortbildungen im Überblick

Archäologie in der Schule – vorZEITEN

30.05.2017, 10 – 14 Uhr
PL-AZ.: 17ST015001

SCHWERPUNKT BK UND GESCHICHTE (SACHKUNDE)

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Landesarchäologie wird deren Arbeit in ihrer inhaltlichen und geographischen Bandbreite in der Sonderausstellung „vorZEITEN“ einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Zu sehen sind Fossilien, Funde aus der Eiszeit und Steinzeit, der Bronzezeit, der Römerzeit, dem Mittelalter und der Neuzeit. Wie kann eine solche Vielfalt an Zeitaltern, Funden und kulturellen Zusammenhängen mit Schülern erkundet werden? Archäologin Bettina Hünerfauth gibt Einblicke in das „Making-of“ der Ausstellung und die Ausstellungsarchitektur. Museumspädagogin Ellen Löchner erläutert, wie das Lehrermaterial zur Ausstellung eingesetzt werden kann.

Regionalgeschichte in und um Mainz

29.08.2017, 10 – 14 Uhr
PL-AZ.: 17ST015002

SCHWERPUNKT GESCHICHTE (SACHKUNDE)

Das Geschichtsbewusstsein von Kindern und Jugendlichen zu fördern ist ein wichtiges Anliegen des Sach- und später des Geschichtsunterrichts in der Schule – und natürlich auch der Museen. Sie nehmen sich der Relikte aus der Vergangenheit an, aber auch der Kunstwerke als Verarbeitung von privater und gesellschaftlicher Geschichte. Der Besuch geschichtsträchtiger Orte im alltäglichen Umfeld mit ihren sichtbaren Spuren ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Lebenswelt von Schülern mit den Ereignissen von „damals“ zu verknüpfen. Das Landesmuseum prä- sentiert Exponate aus ganz Rheinland-Pfalz, darunter die Funde der Region Rheinhessen und die im Zentrum Mainz gewachsenen Sammlungen von Gemälden, Skulpturen und Kunsthandwerk. Gegenstand der Fortbildung ist die Verknüpfung von interessanten Orten in Mainz mit den Stücken im Museum auf einem ausgedehnten Gang durch die Stadt mit einem Experten. Bezugspunkt ist die Erkundung und Aneignung regionalgeschichtlich bedeutsamer Plätze, Artefakte und biografischer Bezüge durch die Schüler.

Das Menschenbild im Wandel der Zeit anhand von Skulpturen 

24.10.2017, 10 – 14 Uhr
PL-AZ.: 17ST015003

SCHWERPUNKT BK, RELIGION UND GESCHICHTE (SACHKUNDE)

Fast alle Skulpturen im Landesmuseum aus Stein, Holz oder Bronze zeigen Menschen. Darunter sind Heiligendarstellungen des Mittelalters, Allegorien und Madonnen des Barock, Porträtbüsten des 19. (Scholl) und 20. Jhdts. (Roeder) und die in die Moderne weisende „Knieende“ von Lehmbruck sowie die „Stehende“ von Petra Kleinhorst. Sie sind Ausdruck des Verhältnisses der Künstler zum Menschen an sich, aber auch zu ihrer eigenen Position als Künstler. Nach einer Führung im Museum mit kunsthistorischem Schwerpunkt werden von einem Fachmann Fragen des Materials und seiner Erhaltung erörtert. Eine Exkursion zu einigen Skulpturen in der Stadt (Hausmadonnen/Gutenberg-Platz und St. Christoph: 2 x Gutenberg/Mann vom Castrum [Breidenbacherstr. 12] von Linke; Balkenhohl in der Löwenhofstraße) lenkt den Blick auf die alltägliche Begegnung mit Skulpturen. Nach der Rückkehr ins Museum besteht die Gelegenheit zum pädagogischen Austausch zum Skulptieren mit Schülern. Teilnehmer werden gebeten, Praxisbeispiele mitzubringen (Beamer vorhanden).

Das Menschenbild im Wandel der Zeit anhand von Gemälden

28.11.2017, 10 – 14 Uhr
PL-AZ.: 17ST015004

SCHWERPUNKT BK, RELIGION UND GESCHICHTE (SACHKUNDE)

Betrachtet man gemalte Darstellungen von Menschen, angefangen bei Retabeln aus dem Mittelalter, so sind die einzelnen Personen immer auch durch ihre Kleidung gekennzeichnet. Wiedererkennbare Gesichtszüge von Figuren innerhalb von Zyklen helfen dem Betrachter, die Geschichten zu verstehen, die hier erzählt werden. Die Identität lebender kirchlicher Würdenträger und politischer Machthaber zu bezeichnen wird zunehmend Aufgabe der Maler. Auch reiche Bürger können ab dem 18. Jhdt. Gemälde von sich selbst anfertigen lassen. Allegorien, Genreszenen, bürgerliche Idyllen und schließlich die Porträts derjenigen, welche den Künstler als Person und Sujet den Maler interessieren, folgen. Im 20. Jhdt löst sich die Darstellung des Menschlichen von seinem Abbild. Nach einer Führung im Museum mit kunsthistorischem Schwerpunkt folgen Anmerkungen zum Material und seiner Erhaltung von einem Experten. Das Vorstellen geeigneter literarischer Ergänzungen zu einzelnen Bildern, sofern vorhanden, eröffnet weitere Möglichkeiten das Menschenbild früherer Zeiten mit Schülern zu fassen. Der pädagogische Austausch zur Darstellung von Menschen mit Schülern anhand von Praxisbeispielen der Teilnehmer schließt sich an.

Das römische Mainz

30.01.2018, 10 – 14 Uhr
PL-AZ.: 18ST007201

SCHWERPUNKT BK, LATEIN UND GESCHICHTE (SACHKUNDE)

Nach einer Exkursion zu einigen römischen Fundstätten wie dem Isis-Heiligtum, dem Drususstein oder dem römischen Theater mit einem Fachmann für das römische Mainz wird die Steinhalle Zentrum der Betrachtung. Militärisches und ziviles Leben im römischen Mainz können wir anhand von Funden und Schriftquellen recht gut rekonstruieren. Wie geht das vor sich? Wo sind die Schauplätze der Römerzeit in Mainz zu finden? Welche Wurzeln hatten die Bewohner von Mainz und die römischen Soldaten? Welche Kulte wurden hier gepflegt? Und wie verwoben sich die Kulturen miteinander? Diese und andere Fragen erörtern eine Archäologin und ein Restaurator aus ihrer Sicht. Auf der Basis der bildlichen und schriftlichen Zeugnisse in Gestalt der Steindenkmäler ist in den vergangenen Jahren im Landesmuseum Material zu den Römern für den Schulunterricht unter verschiedenen Aspekten (Militärische und ziviles Leben, darunter wiederum Kriegs- und FriedensZustand, Alltag und Festtag) entstanden. Es wird vorgestellt und erläutert.