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Filigranscheibenfibel aus Münstermaifeld, 2. Hälfte des 6. Jahrhunderts

Das ist eine Fibel.
Sie hat hinten eine Nadel dran.
Eine Fibel ist nützlich.
Die Nadel hält Stoff zusammen.
Sie ist auch schön.
Sie ist ein Schmuckstück.

„Filigran“ – fein und kleinteilig, das ist sie, diese Fibel. Auf der Rückseite befinden sich eine Nadel und ein Häkchen. Vor der Erfindung des Knopfes samt Knopfloch hielt man mit einer Fibel die Kleidungsstücke zusammen. Diese hier ist ein Schmuckstück für eine fränkische Persönlichkeit. 

Auch die mächtigen Personen im Reich der Franken bekamen wunderschöne Dinge mit in ihre Prunkgräber, wie bei den Kelten. Jemanden so prächtig wie möglich zu begraben zeigte auch, wie mächtig man selbst war. Auf der Fibel siehst du ein Kreuz: Anstelle der Römer herrschten nun die Franken im heutigen Deutschland, anstelle des Kaiserkultes gab es das Christentum. Und natürlich hinterließen die keltische und römische Kultur Spuren in der Kultur der Franken – z. B. das Schmuckband in der Fibel, welches aussieht wie eine Kordel.

© GDKE, Landesarchäologie Koblenz, W. Baumann