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Römische Drachenstandarte aus Niederbieber, 2. Jh. n. Chr.

Das ist der Kopf von einem Drachen.
Er gehörte römischen Soldaten.
Sie waren eine Gruppe und ritten auf Pferden.
Der Drachen war ihr Abzeichen.
Sie steckten ihn auf eine Stange.
Dann konnten alle den Drachen sehen.

In Niederbieber bei Neuwied gab es ungefähr siebzig Jahre lang (190 – 260) ein römisches Militärlager, ein Kastell. Zu einem solchen Kastell gehörte immer auch ein ziviles Dorf, ein Vicus. Um Kastell und Vicus herum gab es zum Schutz vor Angreifern Gräben und Gruben. In diesen Gruben landeten im schlimmsten Fall alle Dinge, die man hastig vor Feinden verstecken wollte. 

Der Drachenkopf ist etwas ganz Besonderes, sowohl von seiner Machart als auch von seiner Funktion. Er ist aus hauchdünnem Kupferblech getrieben, welches mit Gold und Zinn überzogen wurde – eine großartige Handwerksarbeit. Außerdem ist er das einzige Abzeichen in der Form eines Drachens für eine Reiterstaffel. Die Wissenschaftler wussten aus römischen Bildern und Texten, dass es solche Abzeichen gab, und dieses Stück ist der Beweis. 

Im Bereich Malen & Basteln findest du eine Anleitung, mit der du dir deine eigene Drachstandarte basteln kannst. Probier es mal aus! 

© GDKE, Landesarchäologie Koblenz, W. Baumann