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Goldene keltische Zierscheibe aus Worms-Herrnsheim, Eisenzeit – um 400 v. Chr.

Die Kelten lebten in Deutschland.
Sie bekamen Besuch von vielen Menschen.
Sie machten auch selbst Reisen.
Dabei lernten sie viel von anderen Menschen.
Die mächtigsten Kelten bekamen schöne Sachen ins Grab gelegt.

Vor etwa 2800 Jahren begann in Mitteleuropa die Eisenzeit. Die Menschen lebten in kleinen Gruppen von 5 bis 10 Personen zusammen, hielten Tiere und bewirtschafteten Felder. Wir nennen sie heute Kelten.  Ihre Toten begruben sie in Grabhügeln. Die mächtigen Personen  bekamen Waffen, Gebrauchsgegenstände und Schmuck mit ins Grab; die Materialien dafür waren Eisen, Bronze und Gold. Die Gräber enthielten die allerschönsten Dinge – man nennt sie „Prunkgräber“.

Die goldene Zierscheibe auf einem eisernen Kern ist sehr sorgfältig hergestellt. In der Mitte scheint uns ein großes Auge anzublicken – oder ist es eine Sonne? Sind das Ranken, Arme und Beine oder Sonnenstrahlen? Der Kontakt mit Menschen aus Südeuropa (z.B. dem heutigen Griechenland und Italien) regte die Kelten dazu an, solche Schmuckstücke herzustellen. Trug der Verstorbene dieses Schmuckstück am Gürtel oder am Schwert? Wir können nur raten, da der Tote sein Geheimnis mit ins Grab nahm.

© GDKE, Landesarchäologie Mainz, E. Klingenberg