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Gesichtsschädel aus Herxheim, Neolithikum - 4950 v. Chr.

Diese Menschen sind schon lange tot.
Einige von ihnen lebten in einem Dorf.
Viele von ihnen waren zu Besuch dort.
Was ist passiert?
Wir wissen es nicht.

In der Jungsteinzeit  vor etwa 7700 Jahren wurden die Menschen in Rheinland-Pfalz sesshaft. Sie bauten Häuser, hielten Tiere und legten Felder an. Diese ersten Bauern Mitteleuropas nennen wir „Bandkeramiker“ nach den Mustern, mit denen sie ihre Töpfe und Flaschen aus Ton verzierten. In Herxheim an der Weinstraße entdeckte man die Überreste von mindestens 500 Menschen, von ihren Gefäßen aus Ton, ihren Werkzeugen und Mahlsteinen. Die Gefäße kamen zum Teil von weit her – wer hatte sie wohl mitgebracht? 

Die Knochen der Menschen wurden zerschlagen und die Schädeldecken vom Gesichtsschädel abgetrennt. Alle Scherben und Stücke wurden in zwei Gräben gefüllt, die rund um das Dorf verliefen. Dank moderner Forschungsmethoden wissen wir ungefähr, was geschehen ist – aber nicht, warum. 

© GDKE, Landesarchäologie Speyer, B. Hünerfauth