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Eingeritzte Zeichnungen von tanzenden Frauen aus Gönnersdorf, Spätes Jungpaläolithikum - 15.500 Jahre

Ganz früher gab es keine Städte und Dörfer.
Die Menschen lebten in großen Familien zusammen.
Sie malten keine Bilder auf Papier.
Die Menschen ritzten Bilder in Stein.
Auf diesem Bild sind Frauen eingeritzt.

Nach einer langen Eiszeit wurde es vor ca. 15.500 Jahren wieder so warm, dass Tierherden in Rheinland-Pfalz weideten: Mammuts, Wisente, Rentiere, Pferde. Sie fraßen die Gräser und niedrigen Sträucher in dieser Steppe. Das Klima war ähnlich wie heute in der Tundra, z.B. in Sibirien: Der Boden taute im Sommer nur für wenige Wochen an. 

Die umherziehenden Menschen trafen sich an Jagdstationen. Dort bauten sie Behausungen aus Holz und Fell, beobachteten und jagten Tiere und sammelten Früchte. Hier hatten sie Zeit, Waffen und Werkzeuge anzufertigen – und Kunstwerke. Sie ritzten Figuren in den weichen Schiefer, die wir heute für tanzende Frauen halten. Eine trägt ihr Kind auf dem Rücken.

© GDKE, Landesarchäologie Koblenz, W. Baumann