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Goldmünze aus Ingelheim, 8. Jh. n. Ch.

Das ist eine Münze aus Gold.
Sie ist sehr wertvoll.
Viel wertvoller als Geld.
Es gibt nur diese eine Münze.
Und der Mann darauf ist sehr mächtig.
Er ist „Karl der Große“.

Diese Münze ist sowohl durch ihr Material Gold ganz besonders als auch durch das Bild, welches eingeprägt ist: Kaiser Karl der Große mit Herrschermantel und Lorbeerkranz. Karl ließ sich vor etwa 1200 Jahren (am Weihnachtstag im Jahr 800) zum Kaiser krönen und empfand sich als Nachfolger der römischen Kaiser. Die Inschrift auf der Münze nennt ihn den obersten Heerführer und König der Franken und Langobarden. 

Karl der Große hatte eine Geldreform durchgeführt und den Silberdenar als einziges Zahlungsmittel festgelegt. Das passt doch gar nicht zu einer Goldmünze! Ist sie eine Fälschung? Nein, denn Karl griff ein Vorrecht der römischen Kaiser auf: Sie durften Münzen aus Gold prägen. Mit einer solchen Münze bezahlte man nicht, sondern behandelte sie als wertvolles Geschenk und Andenken.

Wie findet man so eine wertvolle Münze? Die Archäologen fanden die Münze zufällig bei einer Grabung im Umkreis der Kaiserpfalz. Dort sollte ein Neubaugebiet entstehen.  Aber zu solch einem Fund gehört immer auch Glück!

© Kaiserpfalz Ingelheim – Forschungsstelle, V. Iserhardt