Kelti sagt: "Ein Dorn im Zeh tut weh!"

Tierisch heilig

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Der hl. Hieronymus im Gehäus, um 1520

Anonym, Werkstatt Lucas Cranach d.Ä.
Öl auf Holz, 120 x 95 cm

Löwen fürchtet der alte Mann offenbar nicht. Einer sitzt sogar brav wie ein Hündchen neben ihm. Geduldig lässt sich das Tier einen langen Dorn aus der Tatze ziehen. Der Mann heißt Hieronymus und ist alles andere als ein Tierarzt.

Er lebte vor über 1.500 Jahren als Mönch und Gelehrter in einem Kloster. Hieronymus war berühmt für seine Klugheit. Nach seinem Tod verehren ihn die Menschen als Heiligen.

Es muss sein Arbeitszimmer sein, in das wir hier schauen, denn auf dem Tisch liegen Bücher und Schreibzeug herum. Offenbar hat Hieronymus gerade gearbeitet, als der Löwe mit der Verletzung ankam. Vielleicht hat er das Brüllen des Löwen schon durch das offene Fenster gehört und ist gleich aufgestanden, um nachzusehen, was da los ist. Als der Dorn heraus und der Schmerz vorbei war, blieb der Löwe zutraulich. Wieso ihn also wegschicken?

 

Die Geschichte soll tatsächlich so passiert sein. Aus Dankbarkeit wurde der Löwe zum ständigen Begleiter des Heiligen. Auf Bildern erscheint Hieronymus daher fast immer mit dem Löwen.

Der hl. Hieronymus im Gehäus, um 1520
Der hl. Hieronymus im Gehäus, um 1520