Kelti sagt: "Hier ist der Tanzbär los!"

Tierisch heilig

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Hl. Andreas und hl. Columba, um 1500 – 1510

Meister des Bartholomäus-Altars, Köln
Tempera und Öl auf Holz, 127 x 70 cm

Wer kuschelt schon gern mit einem echten Bären? Die Frau und der Mann fürchten ihn anscheinend nicht. Also wird dieser Bär entweder noch sehr jung oder gut dressiert sein.

Eine merkwürdige Szene: zwei Menschen stehen mit einem Bären vor einem Vorhang. Direkt dahinter sehen wir den oberen Teil einer Säule und weit am Horizont eine Berglandschaft. Es könnte fast eine Theaterbühne sein, auf der die beiden hier stehen. Wer so präsentiert wird, muss ein besonderer Mensch sein. Und damit wir erkennen, um wen es sich hierbei handelt, hat der Maler ihnen besondere Dinge mitgegeben. Der Mann trägt ein Buch und ein X-förmiges Holzkreuz bei sich, die junge Frau hält eine Pfauenfeder und ein Buch. Auch der Bär gehört zu der Frau.

Auf diese Weise erkannten selbst Menschen, die nicht lesen konnten - vor 500 Jahren war das die Mehrheit - die Dargestellten: die Heiligen Andreas und Columba.

 

Jeder Heilige hatte seine Erkennungszeichen. Das konnten Gegenstände, Kleidung oder auch Tiere sein. Beim heiligen Andreas erinnert das Kreuz an seinen Kreuzigungstod. Eine Bärin rettete Columba einmal aus einer gefährlichen Situation. Die Feder zeigt an, dass die Heilige für ihren Glauben gestorben ist. Bücher sind immer auch Zeichen dafür, wie klug und fromm ein Heiliger war.