Kelti sagt: "Am Waschtag gibt´s immer dicke Suppe!"

Mainzer Geschichten

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Bei der Wäsche, um 1910

Friedrich Ferdinand Koch (Landau 1863 - 1932 Landau)
Öl auf Leinwand, 95 x 117 cm

Ein Tag in der Woche war früher gefürchtet - der Waschtag! Einseifen, schrubben, spülen, aufhängen und bleichen. Ganz schön anstrengend, denn vor 100 Jahren war die Waschmaschine noch nicht erfunden. Die Frauen haben schon rote Gesichter und Hände von der scharfen Waschlauge und es wartet noch ein ganzer Berg Wäsche.

Ein Teil hängt schon auf der Wäscheleine hinter dem Haus oder liegt auf dem Rasen. Wieso das denn? Saubere Wäsche legt man doch nicht auf den Boden, oder?

Hier wird etwas gemacht, was heute die Waschmittel übernehmen - das Bleichen. Man legte die Wäsche über einige Stunden in die Sonne, damit der Stoff ausbleichte und er anschließend schön weiß leuchtete.

 

Hatte man viel zu waschen, war natürlich viel Platz zum Bleichen nötig. In Mainz gingen die Waschfrauen dafür auf die großen Wiesen am Rheinufer. Auch in der Nähe des heutigen Landesmuseums wurde früher Wäsche gebleicht. Daher heißt die Straße noch heute "Große Bleiche".

Bei der Wäsche, um 1910
Bei der Wäsche, um 1910