Kelti sagt: "Die Thora ist ein ganz besonderes Buch."

Mainzer Geschichten

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Thorarolle mit Mantel, Rimonim, Thoraschild und Thorazeiger, 18. - 19. Jh.

Deutschland
Pergament auf Holzstäben, Samt, bestickt, Silber, feuervergoldet
Leihgabe der jüdischen Gemeinde Mainz

Was ist das? Es besteht aus zwei Holzstäben, Pergamentpapier und Stoff.

Es ist eine Thora, das heiligste Buch der Juden. Darin aufgezeichnet sind die "Fünf Bücher Mose" aus dem Alten Testament. Das Buch besteht nicht aus einzelnen Blättern, sondern aus einer langen Rolle Pergamentpapier, die auf zwei Stäben aufgewickelt und durch einen Stoffstreifen zusammengehalten wird. "Mappa" oder Thorawimpel nennen die Juden diesen Stoffstreifen. Ist die Thora geschlossen, bekommt sie wie eine Person einen Mantel übergezogen. Ein Thoraschild aus Metall hängt über dem Mantel. Mit einem auswechselbaren Schildchen werden die verschiedenen Festtage der Juden angegeben.

Berühren streng verboten! Zur Thora gehört noch ein kleiner Stab (Jad), meist mit einer Handdarstellung am Ende. Der ausgestreckte Zeigefinger hilft beim Lesen, damit der Vorleser nicht in die falsche Zeile rutscht. Das Berühren des heiligen Textes ist nämlich nicht erlaubt.

 

In Mainz leben seit über 1.000 Jahren Juden. Sie haben eigene Bräuche und Festtage. Ihre Kirchen heißen Synagogen. Als die Nationalsozialisten an der Macht waren, zerstörten sie die Synagogen in Mainz. Einiges von dem, was damals gerettet wurde, ist heute im Landesmuseum ausgestellt.

Thorarolle mit Mantel, Rimonim, Schild und Thorazeiger, 18. - 19. Jh.
Thorarolle mit Mantel, Rimonim, Thoraschild und Thorazeiger, 18. - 19. Jh.