Kelti sagt: "Da passt doch keiner mehr ins Zelt!"

In die Wüste geschickt

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Orientalisches Zeltlager, um 1752

Giovanni Domenico Tiepolo (Venedig 1727 - 1804 Venedig)
Öl auf Leinwand, 76 x 120 cm

Ein Bild wie aus einem Märchen: Tausendundeine Nacht, Ali Baba und die 40 Räuber, Kalif Storch ...

Es ist Mittagszeit und die Sonne steht hoch am Himmel. Im kühlen Zelt sitzen ein paar Männer zusammen, draußen hockt man in Gruppen auf dem Boden. Der Mann im roten Gewand ist vermutlich der Anführer dieser Leute, vielleicht der Sultan, denn er trägt den auffälligsten Turban. Was die drei Männer gerade Wichtiges mit ihm zu bereden haben?

 

Dieses Gemälde ist rund 250 Jahre alt. Damals war man in ganz Europa begeistert vom Orient oder Morgenland. Orient war für viele ein magisches Wort, denn es bedeutete ferne, geheimnisvolle Länder, endlose Sandwüsten, fremde Sitten und faszinierende Menschen. Plötzlich war es bei uns Mode, sich "orientalisch" zu kleiden oder sich mit arabischen und persischen Geschichten und Märchen zu beschäftigen. Die Maler stellten sich auf die Wünsche ihrer Kunden ein und malten - orientalisch! Oder das, was man dafür hielt. Turban, Pluderhose, Zelt und Kamel, und schon war eine Szene "orientalisch". Die meisten Maler haben den echten Orient aber nie gesehen.

Orientalisches Zeltlager, um 1752
Orientalisches Zeltlager, um 1752