Kelti sagt: "Die Lindenschmits haben sich fein gemacht"

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Der Künstler und seine Familie, 1836

Wilhelm Lindenschmit d.Ä. (Mainz 1806 - 1848 Mainz)
Öl auf Leinwand, 117 x 194 cm

Stell dir vor, du hättest fünf Geschwister. Und deine Großeltern würden um ein schönes Bild von euch bitten. Ganz einfach, ihr geht zum Fotografen oder macht selbst ein Foto. Doch drehen wir die Zeit einmal etwas zurück, genauer um mehr als 150 Jahre. Und damit sind wir in einer Zeit, als die Fotografie gerade erst erfunden war.

Was also tun? Wie gut, wenn da einer in der Familie malen konnte und gleich alle zusammenrief. Familie Lindenschmit hat es so gemacht und Vater Wilhelm nahm den Pinsel in die Hand.

Alle Kinder sollten mit auf's Bild: Wilhelm, Heinrich, Walburga, Anna Josepha, Carolina Luise und Friederica Hortensia. Natürlich auch die Eltern selbst, Wilhelm und Johanna. Wie brav die Kinder sind! Artig wird gespielt und geschaut, niemand nörgelt, weil so lange stillgesessen werden muss. Der kleine Heinrich sitzt auf dem Schoß des Vaters, sein siebenjähriger Bruder Wilhelm betrachtet eine Ritterabbildung in einem Buch. Er hat es sicher von seinem Onkel Ludwig Lindenschmit bekommen. Denn der Onkel war sehr an Geschichte interessiert und hat allerlei gesammelt, so z. B. Dinge aus der Römerzeit und hat in Mainz sogar ein Museum eingerichtet.
Die Mädchen sind mit anderen Dingen beschäftigt. Walburga spielt mit Blumen, Anna Josepha zeigt uns ihre Stricknadeln und einen Wollknäuel. Die Jüngste, Friederica Hortensia, liegt noch in der Wiege. Hast du sie überhaupt schon entdeckt? Eines der Mädchen steht im Schatten, von ihm sehen wir nur das Gesicht. Es ist Carolina Luise, das Sorgenkind der Familie, denn sie ist geistig behindert.

 

Auf dem Gemälde sind drei Tiere zu sehen? Wer findet sie?

Der Künstler und seine Familie, 1836
Der Künstler und seine Familie, 1836