Kostümführungen im Landesmuseum Mainz

Mainzer Farbenhändler aus dem 15. Jh.
Mainzer Farbenhändler aus dem 15. Jh.

Kostümführungen

Erlebnisführungen im historischen Gewand

Seit der Neueröffnung des Hauses im Mai 2007 werden die auch „Living History“ genannten Erlebnisführungen in Kooperation mit der Touristik Centrale Mainz und den Gästeführern der Stadt Mainz im Landesmuseum Mainz angeboten. In historischer Kleidung bringen die Gästeführer den Besuchern besondere Themen in lebendiger und unterhaltsamer Weise nahe.

Alltag zu Gutenbergs Zeit (um 1450)
Der Umgang mit Kunden und Waren – ein Mainzer Farbenhändler zur Zeit Gutenbergs hat Geschichten zu erzählen! Die Abgaben an den Fürsterzbischof, der Kauf der Waren, das Feilschen mit den Kunden … Im Kaufhaus am Brand hat er seinen Stand, die Ware kommt zum Teil von weit her über den Rhein. Manchmal kommen Künstler zu ihm. Diese Herrschaften haben immer sehr spezielle Wünsche und sind nur schwer zufrieden zu stellen.

Todesfurcht und Sinnentaumel (1600-1650)
Hart und eintönig ist die alltägliche Arbeit einer Magd im 17. Jahrhundert. Wie willkommen ist da jede Abwechslung: z. B. das Mischen der Farben für den Meister, oder ihm heimlich beim Malen zuzusehen. Manchmal kann sie sogar die hochherrschaftliche Kundschaft, die Gemälde kauft oder sich portraitieren lässt, von Nahem beobachten.

Mayence – das französische Mainz (um 1800)
Da steht das „leichte Mädchen“ und sucht Kunden – wer wird ihr nächster sein? Sie hat viele Erfahrungen gemacht in ihrem Leben auf der Straße. Was die Männer so alles erzählen, wenn sie bei ihr sind! Sie könnte ganze Bücher schreiben!

Rheinromantik, Weinromantik (um 1840)
Als Wirt in Mainz hat man ein arbeitsames Leben: kaum geht man schlafen, schon muss man wieder aus den Federn. Aber interessant ist es: Der gute Wein lockt Gäste aus Mainz, aber auch Gäste von weit her in die Gaststube, und der Wein lockert die Zunge, so dass so manche Geschichte hier bleibt …