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Rundgang Große Beute: Was Napoleon den Mainzern schenkte

Große Beute: Was Napoleon den Mainzern schenkte

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Tullia fährt über die Leiche ihres Vaters, um 1765 

Tullia fährt über die Leiche ihres Vaters, um 1765 

Jean Bardin (Montbard 1732 – 1809 Orléans)
Öl auf Leinwand, 113 x 145 cm

„Vorwärts, vorwärts! Was kümmert mich schon mein Vater“, ruft Tullia. Auf dem Boden liegt ein Mann, verletzt und leblos. Seine Augen sind geschlossen und er blutet stark aus einer Wunde. Dies ist kein gewöhnlicher Mann, denn er trägt eine Krone. Ein König, tot auf der Straße, was ist hier passiert?

Schuld daran ist seine eigene Tochter Tullia. Sie hatte ihren Vater verraten, um mit ihrem Ehemann selbst die Herrschaft zu übernehmen. Der Vater wurde von den Verbündeten seiner Tochter auf der Straße erstochen. Tullia zog daraufhin triumphierend durch die Straßen von Rom. Nun ist dieser Teil der Geschichte an sich schon spannend wie ein Krimi, doch es geht noch weiter …

Tullia kommt mit ihrem Wagen zufällig an der Leiche des Vaters vorbei. Die Straße ist aber so eng, dass der Wagen nicht ausweichen kann. Da entscheidet die herzlose Tullia, die Leiche zu überrollen. Diesen entsetzlichen Moment zeigt uns hier der Maler.

Ein europäisches „Mitbringsel“: Das Gemälde gelangte auf Umwegen ins Landesmuseum. Auch das ist eine spannende Geschichte. 1803 kamen in Mainz etliche Kisten an, geschickt hatte sie der französische Kaiser Napoleon. Darin befanden sich insgesamt 36 Gemälde und die Nachricht, dass diese Bilder fortan den Mainzern gehören sollten. Napoleon hatte für seine vielen Bilder, die er während seiner Kriegszüge aus ganz Europa mitgebracht hatte, einfach keinen Platz mehr im eigenen Museum in Paris. Doch wohin damit in Mainz? Es war also an der Zeit, auch hier ein Museum einzurichten, ein Haus also, in dem die Gemälde öffentlich gezeigt werden und von jedermann betrachtet werden konnten.
So begann die Geschichte des Mainzer Landesmuseums.


 Kelti ruft: Stopp! Tullia überfährt gliech ihren Vater!

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