Außenstelle Max Slevogt-Galerie, Schloss „Villa Ludwigshöhe“
Im Jahre 1975 erwarb das Land Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Wittelsbacher Ausgleichsfonds das Schloss "Villa Ludwigshöhe".
Der bayerische König Ludwig I. (1786-1868) hatte es sich zwischen 1847 und 1852 nach Plänen seines Architekten Friedrich von Gärtner als Sommersitz bei Edenkoben erbauen lassen. Seit 1980 ist das Gebäude mit seinen im pompejanischen Stil gehaltenen Fresken renoviert und beherbergt in einem Teil des Obergeschosses die "Max Slevogt-Galerie". Den Kern der Sammlung bilden Gemälde aus dem Nachlass des in Bayern geborenen Malers Max Slevogt (1868-1932). Die ausgestellten Bilder stammen vor allem aus seinem Frühwerk, wobei sich wichtige Werke unter ihnen befinden, die der Maler zeitlebens niemals verkaufen wollte. Durch gezielte Erwerbungen, teils aus dem der Galerie zugestandenen Etat, teils durch Schenkungen und Stiftungen oder Dauerleihgaben, konnte der Bestand um Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers erweitert werden. So sind neben den Porträts aus dem Nachlass nun auch Landschaften und Stillleben zu sehen.
Slevogt war seit 1901 in Berlin ansässig, wo er mit Max Liebermann und Lovis Corinth zum "Triumvirat" des deutschen Impressionismus und damit zur Avantgarde der deutschen Kunst gehörte. Er hatte Kontakte zur internationalen Kunstszene und trug durch seine Sommeraufenthalte bei Landau das Flair großstädtischen Lebens und Denkens in den südwestlichsten Winkel der Pfalz.
Die französischen Impressionisten feierten in ihren Bildern Paris und die Seine als "Weltlandschaften" und ließen sie zum Inbegriff bürgerlichen Lebensgefühls Ende des 19. Jahrhunderts werden. Davon inspiriert suchte Slevogt, ähnlich wie sein Berliner Kollege Max Liebermann, eine Landschaft, die seinem eigenen Temperament entsprach. Er malte die Pfalz mit ihren milden Weinhügeln und Wäldern und vermittelte als einer der Ersten ihren mediterranen Atem und ihre südliche Farbe einem großen Publikum.




