Blick in die Barock-Abteilung
Wilhelm Lehmbruck, Große Kniende, 1911
Wilhelm Lehmbruck, Große Kniende, 1911

Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus

Sonntag, 28. Januar 2018

Führungen im Landesmuseum Mainz

Die Biographie der Objekte – Auf den Spuren von Kunstwerken und ihrer Herkunft

Uhrzeit: 11 Uhr

Das Landesmuseum Mainz bewahrt 61 Gemälde, die in den Jahren 1941 – 1943 ihren jüdischen Eigentümern entzogen und durch die Finanzämter Mainz und Darmstadt an das Museum überwiesen wurden. Seit 2016 wird dieser Bestand im Rahmen eines von der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste geförderten Provenienzforschungsprojekts systematisch erforscht, um die Erwerbsumstände und Eigentumsverhältnisse der Gemälde zu klären.

In einem Rundgang durch die Dauerausstellung gibt die Provenienzforscherin Emily Löffler M.A. einen Einblick in diese Recherchen. Sie erläutert, mit welchen Methoden sie die Herkunft der Gemälde erforscht und welche Biographien und Schicksale mit ihnen verknüpft sind.

 

Entartet oder Exil – Künstler in der Zeit des Nationalsozialismus

Uhrzeit: 15 Uhr

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden zahlreiche Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus öffentlichen Sammlungen entfernt. Ein Teil dieser Werke wurde 1937 in der Feme-Ausstellung „Entartete Kunst“ in München gezeigt. Zu diesen Exponaten zählte auch eine Fassung der „Großen Knienden“ von Wilhelm Lehmbruck aus dem Jahr 1911. Heute steht diese bedeutende Skulptur im Landesmuseum Mainz und bildet dort den Blickpunkt der Sammlung moderner Kunst.

 

In ihrem Rundgang durch die Sammlung der Moderne zeigt Dr. Sabine Mertens als „entartet“ beschlagnahmte Werke wie die „Große Kniende“, aber auch Werke von Künstlern, die mit Berufsverbot belegt wurden, ins Exil gingen oder in der „inneren Emigration“ heimlich weitermalten.