Der Trailer zur Ausstellung: Der Mainzer Goldschmuck

Mainzer Schätze auf Reisen

Der Mainzer Goldschmuck. Ein Kunstkrimi aus der deutschen Kaiserzeit

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
8. Dezember 2017 bis 11. März 2018


„Ein interessantes und kostbares Stück, ein Unicum seiner Art, ist seit vorigem Freitag unserem städtischen Museum gewonnen“ so lautet die Meldung im Mainzer Tagblatt vom Mittwoch, dem 26. Mai 1880. Damit ist der Erwerb der Großen Adlerfibel für das Mainzer Museum erstmals erwähnt worden, ein für das Museum und die Region einzigartiges Kunstwerk mittelalterlicher Goldschmiedekunst, das bis heute eines der wichtigsten Highlights des Landesmuseums Mainz ist. Was man damals nicht ahnte war, dass damit einer der spannendsten Kunstkrimis der letzten 150 Jahre seinen Lauf nahm.

In enger Kooperation mit dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt, dem Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin und der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz mit dem Landesmuseum Mainz sowie international renommierten Experten auf dem Gebiet der Goldschmiedekunst wurden die teils sensationellen Resultate neuer interdisziplinärer Forschungen nun vollständig neu aufbereitet und werden in einer Sonderausstellung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt präsentiert.

Die abenteuerliche Geschichte des Bekanntwerdens des Goldschmucks, die außergewöhnlichen Umstände seiner Erwerbung sowie seine verschiedenen, häufig von speziellen Interessen geleiteten Interpretationen sind zentrale Aspekte dieser Ausstellung, die zum ersten Mal alle dem Schatz bislang zugerechneten Werke vereinigt. Die jüngsten, mit geradezu kriminalistischer Akribie gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse zeichnen ein vollkommen neues Bild dieser erstrangigen Zeugnisse profaner Goldschmiedekunst des hohen Mittelalters und ihrer Aneignung in der Neuzeit.