Max Slevogt, Rote Laube mit Hund, 1897, Öl/Pappe, GDKE, Landesmuseum Mainz, Max Slevogt-Galerie

Max Slevogt, Rote Laube mit Hund, 1897, Öl/Pappe, GDKE, Landesmuseum Mainz, Max Slevogt-Galerie

Max Slevogt, Meditation (Selbstbildnis), 1904, GDKE, Landesmuseum Mainz, Slevogt-Archiv, Grafischer Nachlass

Max Slevogt, Meditation (Selbstbildnis), 1904, GDKE, Landesmuseum Mainz, Slevogt-Archiv, Grafischer Nachlass

Max Slevogt, Schleiertänzerin, 1895, GDKE, Landesmuseum Mainz, Slevogt-Archiv, Grafischer Nachlass

Max Slevogt Brief an seine Frau Antonie Slevogt, 1928, Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz/ Pfälzische Landesbibliothek Speyer

Max Slevogt Brief an seine Frau Antonie Slevogt, 1928, Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz/ Pfälzische Landesbibliothek Speyer

Brief von Emil Orlik an Max Slevogt mit einer Impression aus dem Romanischen Café, einem wichtigen Treffpunkt der Berliner Kunstszene, 1923, Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz/ Pfälzische Landesbibliothek Speyer

Brief von Emil Orlik an Max Slevogt mit einer Impression aus dem Romanischen Café, einem wichtigen Treffpunkt der Berliner Kunstszene, 1923, Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz/ Pfälzische Landesbibliothek Speyer

Slevogt-Bestände in Rheinland-Pfalz

Gemälde (Landesmuseum Mainz)

Der Kernbestand der Max Slevogt-Galerie/Landesmuseum Mainz geht auf 121 Gemälde zurück, die das Land Rheinland-Pfalz 1971 direkt von den Erben erworben hatte. In den folgenden Jahren wurde dieser Bestand durch gezielte Erwerbungen, durch Schenkungen, Stiftungen oder Dauerleihgaben umfangreich auf über 140 Gemälde erweitert. Aktuell wurde 2016 das Frühwerk „Loreley“ angekauft.

Diese Gemälde umfassen und dokumentieren alle Werkphasen Slevogts von seiner Studienzeit in München über den jungen Avantgardisten bis hin zum anerkannten sog. „deutschen Impressionisten“ in Berlin. Eine Auswahl der Gemälde finden sich in der Dauerausstellung des Landesmuseums Mainz sowie in den Räumen auf „Schloss Villa Ludwigshöhe“ in der Pfalz.

 

Grafischer Nachlass (Landesmuseum Mainz)

2014 hat das Land Rheinland-Pfalz u.a. mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur den sog. grafischen Nachlass Slevogts (ehemaliges Slevogt Archiv Neukastel) aus dem Eigentum der beiden Urenkel des Künstlers angekauft. Dieser umfasst ca. 2.000 Handzeichnungen, davon 200 in Skizzenbüchern und 4.000 Blatt Druckgrafiken sowie zahlreiche illustrierte Bücher und Mappen. Die Themen reichen von u.a. Studien aus der Akademie Zeit in München, Vorstudien zu Gemälden, zahlreichen Porträts, Familienportraits bis hin zu Entwürfen für Illustrationen.

Ergänzend besitzt auch die Graphische Sammlung des Landesmuseums Mainz bedeutende Slevogt-Bestände, u.a. die Sammlungen Dr. Josef Grünberg und Helmut Goedeckemeyer, die zu Slevogts ersten Sammlern gehörten.

Zudem sind sämtliche Radierungen und Lithografien Slevogts in unserem Bestand vertreten, sowohl in Exemplaren, die Slevogt selbst abzog, wie auch in seinen Belegexemplaren der Verlage und schließlich in Sammlerexemplaren, welche wiederum in verschiedenen Ausgaben vorliegen.

 

Schriftlicher Nachlass (Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz/Pfälzische Landesbibliothek)

Der 2011 mit Unterstützung der Kultur­stiftung der Länder und der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur erworbene schriftliche Nachlass von Max Slevogt setzt sich aus etwa 3.700 Autographen oder maschinenschriftlichen Dokumenten zusammen. Zum größeren Teil handelt es sich um Schreiben an Max Slevogt aus den Jahren 1917 bis 1932, seinem Todesjahr, einzelne Schreiben gehen bis in die letzten Jahre des 19. Jahr­hunderts zurück. 170 Schreiben stammen von Max Slevogt selbst und sind an Mitglieder seiner Familie wie seine Frau Antonie und seinen Sohn gerichtet, darunter umfangreiche Briefe aus der Zeit seiner Ägyptenreise. Schreiben dieser Art weisen teils eigen­händige Randzeichnungen auf. Weiter enthält der Nachlass etwa 140 wertvolle Briefe berühmter Zeitgenossen wie z. B. Lovis Corinth, Gustav Freytag, Gerhart Hauptmann, Käthe Kollwitz, Else Lasker-Schüler, Max Liebermann, Christian Morgenstern, Wilhelm Trübner und Jakob Wassermann. Allein etwa 45 teils illustrierte Briefe und Postkarten gehen auf den mit Slevogt befreundeten Maler und Grafiker Emil Orlik zurück. Darüber hinaus versammelt der Nachlass auch Slevogts umfangreiche Geschäftskorres­pondenz mit Sammlern und Kunsthisto­rikern, Händlern, Galeristen und Verlegern.

Auch die umfangreiche Bibliothek Max Slevogts von 4312 Bänden (Monographien, Broschüren und Zeitschriften) ging 1970 in den Besitz des Landes Rheinland-Pfalz über und befindet sich ebenfalls im Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz/Pfälzische Landesbibliothek.