Highlights

Blattmaske Schlussstein, Mainz, um 1450

 

Blattmasken, die auch als „Grüner Mann“ bezeichnet werden, findet man in Rheinhessen häufig an verschiedenen Gebäuden, so unter anderem am Marktportal, am Ostlettner und an den Kapellen des Langhauses des Mainzer Doms oder am Nordportal des Wormser Doms. Der hier abgebildete „Grüne Mann“ ist ein runder Schlussstein: Diese Steine haben in der Architektur eine wichtige Funktion. Sie geben dem Gewölbe oder Bogen statischen Halt. Daher sind sie meist in zentraler Position platziert.

© GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)

Kapelle von Hof Iben

Die Kapelle von Hof Iben bei Fürfeld

Iben wurde erstmals 1258 urkundlich als Templerniederlassung erwähnt. Der Bau einer Kirche erfolgte zwischen 1230 und 1245. Nachdem im 13. Jahrhundert zusätzlich drei Gehöfte und eine Mühle errichtet wurden, erfolgte Anfang des 14. Jahrhunderts der Ausbau zu einer Wasserburg. Nur der um 1240 erbaute Chor der ehemaligen Burgkapelle blieb erhalten. Er hat einen hohen bauhistorischen Wert, da er im deutschsprachigen Raum zu den ersten Nachfolgebauten der französischen Kathedralgotik gehört. In der Präsentation ist unter anderem eine Bildhauer-Kopie eines Blattkapitells zu sehen. 

© GDKE Rheinland-Pfalz (Foto: Ulrich Pfeuffer)

Jean Metten, Nieder-Olm von Westen, 1927

Den romantisch verklärten Blick auf die Landschaft Rheinhessens gibt es im 21. Jahrhundert nicht mehr, sie wird jetzt durch eine sachliche Perspektive betrachtet. Rheinhessen ist geprägt von Flussläufen wie Rhein und Nahe, Weinbergen und rebenbewachsenen Hängen, es wird auch als „Land der tausend Hügel“ bezeichnet. Jean Mettens Aquarell zeigt diesen sachlichen und nicht verklärten Blick auf die rheinhessische Landschaft. 

© GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)

Tafel vom Partenheimer Hochaltar, Rettung der Hostie, um 1500

Bei der doppelseitig bemalten Tafel handelt es sich um einen Flügel des ehemaligen Hochaltars aus der Kirche St. Peter im rheinhessischen Partenheim. Dargestellt ist ein wichtiges Ereignis aus der Geschichte der Stadt, das Partenheim zum Wallfahrtsort werden ließ. Im Jahr 1435 wurde der romanische Vorgängerbau der gotischen Kirche durch einen Brand völlig zerstört, nur die Hostie blieb unversehrt. Die Tafel zeigt einen aus der brennenden Kirche eilenden Mann, der die Hostiendose in Händen hält. Der Priester nimmt die Hostie in Empfang.

© GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)

Die Ruine der Burg Landskron bei Oppenheim und der Bergfried der Schwabsburg bei Nierstein

Die Schwabsburg und die Schlossruine Landskron sind Liegenschaften der Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer der GDKE und liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt am Rheinlauf südlich von Mainz. Beide Burgen sind Zeugnisse der staufischen Territorialpolitik des 12. und 13. Jahrhunderts. Die Region um Nierstein und Oppenheim war dabei als Reichsgutgebiet besonders bedeutend. Weitere wichtige Faktoren der Standortwahl waren der Rhein als wichtigste Nord-Süd-Achse des Mittelalters sowie die Nähe zur Bischofsstadt Mainz. Verzierte Fußbodenfliesen vermitteln eine Vorstellung von den einst so prachtvoll gestalteten Innenräumen der Burgen. 

© GDKE Rheinland-Pfalz (Foto: Ulrich Pfeuffer)

Fürstengrab von Planig

Eines der herausragendsten Gräber in Rheinhessen aus dem Frühmittelalter stammt aus Planig, heute Ortsteil von Bad Kreuznach. Es wurde im Mai 1939 zufällig bei Kanalbauarbeiten entdeckt und daraufhin sorgfältig ausgegraben. Das Grab von Planig zeichnet sich vor allem durch seine byzantinischen Grabbeigaben aus, darunter der Spangenhelm, ein Paradebeispiel frühmittelalterlicher Handwerkskunst. 

© GDKE Rheinland-Pfalz – Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer)