Schlußstein, Mainz, um 1450 mit Darstellung eines „grünen Manns“ Sandstein mit Resten der farbigen Fassung
Schlußstein, Mainz, um 1450
Nieder-Olm, Jean Metten, 1927
Nieder-Olm, Jean Metten, 1927
Schlossruine Landskron bei Oppenheim
Schlossruine Landskron bei Oppenheim, Foto: Ulrich Pfeuffer, GDKE

Rheinhessen – eine Kulturreise durch zwei Jahrtausende

Themeninsel-Präsentation zum Jubiläum „200 Jahre Rheinhessen“

03. Juli 2016  bis  23. April 2017

Unter dem Titel „Rheinhessen – eine Kulturreise durch zwei Jahrtausende“ präsentiert das Landesmuseum Mainz die spektakulärsten Entdeckungen und bedeutendsten Kulturgüter aus der Region. Archäologische Funde, die auf internationaler Ebene für Aufsehen sorgten, eindrückliche Gemälde, Graphiken und Skulpturen belegen die traditionsreiche Kunst- und Kulturgeschichte Rheinhessens. Die Präsentation wird im Frühjahr 2016 in Form von Themeninseln in der Dauerausstellung zu sehen sein.   

Insgesamt werden 13 Stationen in die Dauerausstellung integriert, die in einem Rundgang die bestehenden Sammlungen ergänzen und erweitern. Sie verdeutlichen die Bedeutung der Kulturregion und greifen beispielhaft einzelne Fund- und Themenkomplexe auf, die Rheinhessen über die Jahrhunderte geprägt haben.

Am Anfang des Rundgangs wird die Arbeit und Bedeutung des 1844 gegründeten Mainzer Altertumsvereins gewürdigt, der maßgeblich die Erforschung archäologischer Hinterlassenschaften in der Region befördert hat. Danach geht es vom Fürstengrab zu Planig, einem der reichsten Männerbestattungen des frühen 6. Jahrhunderts über den "Grünen Mann", Blattmaske und Schlussstein eines Gewölbes bis hin zum „Bembé-Zimmer“ aus dem Inneneinrichtungsbetrieb Anton Bembé, Hoflieferant mehrerer Herrschaftshäuser. 

In einer extra Insel präsentiert die Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer der GDKE drei der rund 80 von ihr betreuten Liegenschaften. Die beiden benachbart zueinander liegenden Burgen Landskron bei Oppenheim und Schwabsburg bei Nierstein dienten der staufischen Landessicherung am Rhein. Von der im 13. Jahrhundert in Iben bei Fürfeld erbauten Kirche der Templer hat sich nur der Chor erhalten, der im deutschsprachigen Raum zu den ersten Nachfolgebauten der französischen Kathedralgotik gehört. Die Liegenschaften werden mit Plänen, Großfotos und sonst nur selten der Öffentlichkeit gezeigten Originalfunden anschaulich vorgestellt.