Giovanni Domenico Tiepolo, Orientalisches Zeltlager, um 1752, GDKE/Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. 226

Giovanni Domenico Tiepolo, Orientalisches Zeltlager, um 1752, GDKE/Landesmuseum Mainz, Inv. Nr. 226

Tiepolo trifft Goya und Fragonard in Hamburg

Ein zentrales Highlight unserer Barockabteilung ist ab dem 13. Dezember 2019 bis 13. April 2020 in der Hamburger Kunsthalle zu sehen: Giovanni Domenico Tiepolos "Orientalisches Zeltlager" (1752) wird dort in sehr interessanter Gesellschaft mit Francisco de Goya und Jean-Honoré Fragonard gezeigt werden.

Die Sonderausstellung "Goya, Fragonard, Tiepolo. Die Freiheit der Malerei" widmet sich einem Kapitel der folgenreichsten Epochen der europäischen Kunstgeschichte. Diese Künstler reagierten mit ihrer Kunst auf die weltanschaulichen, politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 18. Jahrhunderts. Sie entwickelten eine radikalere Formensprache und veränderten die Malerei durch ihren Wandel der künstlerischen Normen und ihre innovativen wie ungewöhnlichen Konventionsbrüche.

Die Ausstellung verdeutlicht in eindringlichen Bildern diesen Entstehungsprozess und zeichnet anhand der unterschiedlichen Schaffensperioden der ausgewählten Künstler die grundsätzlichen Veränderungen nach, mit denen in den Zentren Venedig, Paris und Madrid Grundlagen der Moderne geschaffen wurden. Mit der Ausstellung präsentiert die Hamburger Kunsthalle Goya, Fragonard, Giovanni Battista und Giovanni Domenico Tiepolo als Vor- und Wegbereiter der Moderne, indem sie das Schaffen der Künstler zum ersten Mal in einen gemeinsamen Kontext stellt: In ihren Werken treten bereits in der Mitte des 18. Jahrhunderts Umbrüche und die Befreiung von Konventionen zutage.