Lovis Corinth, „Die Blendung Simsons“

Das Überformat „Die Blendung Simsons“ von Lovis Corinth ist in Leipzig zu sehen

Museum der bildenden Künste Leipzig, 26.02.2020-01.06.2020

Mit der dreiteiligen Ausstellung Impressionismus in Leipzig 1900–1914 befasst sich das Museum der bildenden Künste mit seiner eigenen Geschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die weitgehend in Vergessenheit geratenen Personalausstellungen von Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth, die der Leipziger Kunstverein im Museum zwischen 1904 und 1911 ausrichtete, werden rekonstruiert und zu den Gemäldeankäufen des Museums aus jener Zeit in Beziehung gesetzt.

Auch unser absolutes Highlight aus der Abteilung der Moderne: das Überformat „Die Blendung Simsons“ von Lovis Corinth war damals ausgestellt gewesen und ist nun im 3. Teil der Ausstellungsreihe zu bewundern. Zudem sind drei Gemälde von Max Slevogt aus unserem Bestand dort als Leihgaben zu sehen.

Die frühen Ausstellungsdaten belegen, dass Leipzig ein wichtiger Vermittlungsort impressionistischer Kunst war – zumindest aus Sicht der führenden Galerien im deutschen Kaiserreich: Ernst Arnold in Dresden und Paul Cassirer in Berlin. Sie zogen auf Einladung des Leipziger Kunstvereins in die heiligen Tempelbezirke des Museums ein, um Verkaufsausstellungen unter anderem mit Liebermann, Slevogt und Corinth durchzuführen.

Inwieweit diese drei Künstler  impressionistische Maler oder Wegbereiter der Moderne waren, ist nicht Thema der Ausstellung. Vielmehr soll der Aufbruch Leipzigs zu einer modernen Großstadt vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges nachgezeichnet werden.