Urne mit Deckel und Collier © Dipl.-Des. Irene Bell, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Johannes Gutenberg- Universität Mainz

Urne mit Deckel und Collier © Dipl.-Des. Irene Bell, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Johannes Gutenberg- Universität Mainz

Vom Tod zum Leben – Bronzezeitliche Gräber aus Rheinhessen

12. Februar bis 29. März 2020

Die Sonderausstellung „Vom Tod zum Leben“ präsentiert Aspekte des Lebens in Rheinhessen vor ca. 3000 Jahren.

Archäologische Ausgrabungen in Ingelheim und Bad Kreuznach brachten Brand- und Körperbestattungen der Urnenfelderkultur (1300–800 v. Chr.) ans Licht. Namensgebend sind große Urnen aus Ton, die häufig den Leichenbrand und Beigefäße bergen. Grabausstattungen wie Keramikgefäße, Bronzegegenstände, Glasperlen, Gold-, Bernstein- und Muschelschmuck beleuchten Jenseitsvorstellungen, Tausch- und Handelsbeziehungen sowie handwerkliches Können in jener Zeit. Die Verzierungen auf den Keramikgefäßen verdeutlichen die Präsenz mehrerer Kulturgruppen in Rheinhessen, das bereits damals einen Treffpunkt für östliche und westliche Kultureinflüsse bildete.

Ausgewählte archäologische Befunde und Exponate werfen ein Schlaglicht auf die Besonderheiten der damals praktizierten Bestattungsformen und auf diesen spannenden Zeitabschnitt, der durch tiefgreifende soziale, ökonomische und ökologische Veränderungen gekennzeichnet ist.

Konzipiert wurde die Schau von Studierenden der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Rahmen des Projektes „Kleine Fächer-Wochen“ an deutschen Hochschulen. Die „Kleine Fächer-Wochen“ sind ein Wettbewerb der Förderinitiative „Kleine Fächer – Große Potenziale“ und werden unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Hochschulrektorenkonferenz und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim statt.