Egon Hartmann (vorne links) und sein Team, 1958, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS), Erkner

Egon Hartmann (vorne links) und sein Team, 1958 @ Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS), Erkner

Egon Hartmann, sog. Strukturplan Mainzer Altstadt, 1955 © Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS), Erkner

Legende: rot = Kultur; schwarz = Kirchen; braun = Verwaltung; orange = Geschäfte; blaugrau = Wohnhäuser

Egon Hartmann und der Wiederaufbau von Mainz

20 Oktober 2019 bis 1. März 2020

Dem kollektiven Gedächtnis der Stadt Mainz zurückgegeben

Am. 24. August 2019 jährte sich der Geburtstag Egon Hartmanns zum 100. Mal.Der 2009 verstorbene Architekt und Städteplaner, der sich selbst "Urbanist" nannte, ist nicht nur einer der wichtigen Vertreter der Nachkriegsarchitektur in Deutschland, der sowohl im Osten als auch in Westen des Landes wirkte, er ist auch für den Wiederaufbau der Stadt Mainz von zentraler Bedeutung. Hartmann war es, der zwischen 1954 und 1959 ein auf dem historischen Straßenverlauf basierendes Wiederaufbaukonzept für die im Zweiten Weltkrieg zu 80% zerstörte Mainzer Innenstadt maßgeblich entwickelte.

Die vom Landesmuseum Mainz in der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) und vom Deutschen Werkbund gemeinsam vorbereitete Sonderausstellung "Egon Hartmann und der Wiederaufbau von Mainz" nimmt den Geburtstag zum Anlass, den lange Zeit in Vergessenheit geratenen Stadtplaner einer breiteren Öffentlichkeit in Erinnerung zu rufen. Die GDKE als Denkmalfachbehörde und das Museum mit seinem kulturhistorischen Sammlungs- und Vermittlungsschwerpunkt bieten den Rahmen der Ausstellung. Der zugehörige Katalog, der wiederum in enger Kooperation mit dem Deutschen Werkbund entstand, stellt darüber hinaus erstmals das gesamte Oeuvre Egon Hartmanns vor.