Silberfigur aus dem Barbarenschatz
Goldapplikation aus dem Barbarenschatz

Seiner Geschichte beraubt

Präsentation des sogenannten Barbarenschatzes von Rülzheim im Landesmuseum Mainz

27. April bis 29. Juni

Er sorgte für bundesweite Schlagzeilen, ein illegal ausgegrabener Schatzfund aus der späten Römischen Kaiserzeit, der Anfang des Jahres der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), Landesarchäologie Außenstelle Speyer, übergeben wurde.

Bei den Stücken handelt es sich um einen großen Silberteller, eine Silberschale, zahlreiche goldene Gewandapplikationen, Reste eines versilberten und vergoldeten Klappstuhls, einige Silberstatuetten sowie Überreste verschiedener anderer Gegenstände aus Edelmetall. Die außergewöhnlichen Gold- und Silberobjekte des Barbarenschatzes von Rülzheim dürften ursprünglich einer herausragenden Persönlichkeit gehört haben, die mit ihnen ihre Machtstellung und ihren Reichtum für jeden sichtbar zur Schau trug. Die Fundstücke stammen vermutlich aus der Mitte des 5. Jahrhunderts nach Christus – und damit aus der sehr unruhigen Zeit der Völkerwanderung.

Der qualitativ hochwertige Schatz wurde von einem Raubgräber, der illegal mit einer Metallsonde nach wertvollem archäologischem Kulturgut gesucht hatte, aus dem Boden gerissen. Erst unter dem Druck polizeilicher Ermittlungen übergab er das Material der Landesarchäologie, Außenstelle Speyer. Mit der neuen Präsentation wird dieser Fund erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

Einen Flyer zur Präsentatin können Sie hier herunterladen: Flyer Barbarenschatz