Romantische Weihnacht

Ein Kind ist uns geboren

In der kleinen Sonderausstellung werden Graphiken und Gemälde aus dem Bestand des Landesmuseums gezeigt, die sich mit Weihnachten in der Romantik auseinandersetzen. Unter den ausgestellten Werken ist auch eine Radierung von Ludwig Emil Grimm, einem eher unbekannten Bruder der Brüder Grimm. Ebenfalls Teil der Ausstellung sind zwei Holzschnitte von Ludwig Richter, ein Karton zur Domausmalung von Philipp Veit und weitere Beispiele der romantischen Weihnacht.

Die Sonderausstellung „Ein Kind ist uns geboren – Romantische Weihnacht“ ist eine Art festlicher Nachklang zur Ausstellung „Die Nazarener - vom Tiber an den Rhein“, da auch einige Werke der Nazarener gezeigt werden. Viele der heutigen weihnachtlichen Traditionen gehen auf brauchtümliche Entwicklungen im 19. Jahrhundert zurück. So stammt neben dem Christbaum – als zentralem Element der privat-bürgerlichen Feier – auch die Figur des Weihnachtsmannes aus dieser Zeit. Populäre Weihnachtslieder wie „Stille Nacht, heilige Nacht“, „O Tannenbaum“ oder „O du fröhliche“ zeugen ebenfalls vom romantischen Geist dieser Zeit.

Die Ausstellung läuft vom 9. Dezember 2012 bis zum 2. Februar 2013 – Mariä Lichtmess, dem 40sten Tag nach Weihnachten. Lichtmess galt in der katholischen Kirche früher als Ende der Weihnachtszeit. Noch heute bleiben in vielen katholischen Kirchen und Häusern Krippe und Weihnachtsbaum bis zum 2. Februar stehen.