Rolf Müller-Landau, Kartenschlägerin, um 1950
Rolf Müller-Landau, Kartenschlägerin, um 1950
Rolf Müller-Landau, Mädchen
Rolf Müller-Landau, Mädchen
Rolf Müller-Landau, Herbststilleben
Rolf Müller-Landau, Herbststilleben

Rolf Müller-Landau. Retrospektive

Rolf Müller-Landau (1903-1956). Retrospektive

Verlängert vom 20.3.-1.5.2016

Er zählt zu den wichtigsten Malern der Nachkriegszeit im Deutschen Südwesten: Rolf Müller-Landau (1903-1956). Der Künstler fühlte sich seiner Heimat stark verbunden, so dass er die Stadt Landau in der er lange gelebt und gearbeitet hatte, in seinen Namen aufnahm. Sein Werk umfasst Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik. Stets setzte er sich mit den aktuellen Strömungen seiner Zeit auseinander und ließ sich durch diese für seine eigenen Arbeiten inspirieren. Zudem legte er sich nicht auf einen Stil fest, malte zunächst figurativ und später abstrakt. Eine grundlegende Inspiration stellte für ihn der französische Impressionismus dar. Der charakteristischen südpfälzischen Landschaft mit ihrer besonderen Farbigkeit blieb er in seiner Kunst immer verbunden.

Müller-Landau hinterließ ein reiches künstlerisches Erbe, das seine Nachkommen nun dem Land Rheinland-Pfalz schenken. Die Bestände werden der Max Slevogt-Galerie des Landesmuseums Mainz übereignet, das dem Künstler aus diesem Anlass auf  Schloss Villa Ludwigshöhe eine umfassende Retrospektive widmet. Gezeigt wird die ganze Bandbreite des Schaffens von Müller-Landau, darunter auch  experimentelle Farbschnittmonotypien, die mit ihren Farbvarianten und verschiedenen Druckzuständen als besonders originell gelten und sich an Künstlern wie Pablo Picasso orientieren.

Das Werk von Müller-Landau ist sehr eng mit seiner Biographie verbunden, die einen wesentlichen Schlüssel zum Verständnis seiner Arbeiten darstellt. Die Ausstellung skizziert daher das Leben des Künstlers in seinen wesentlichen Stationen, von seinen künstlerischen Anfängen, der Zeit des Nationalsozialismus bis zur wichtigen Mitbegründung der Pfälzer Sezession (1945/46). Nach der Zerstörung seines Ateliers in Landau 1945 verlegte er seinen Wohnort nach Heuchelheim in der Pfalz. Zu Müller-Landaus Netzwerk gehörten Kunstschaffende wie HAP Grieshaber, Edvard Frank, Werner Gilles, Werner Seitz oder Hans Purrmann, die bei ihm ein und aus gingen oder in regen Briefwechseln mit ihm Kontakt pflegten.

Zur Ausstellung erscheint die aktualisierte Neuauflage des Bandes „ROLF MÜLLER-LANDAU Leben und Werk“

Weitere Informationen zu Leben und Werk finden Sie unter www.rolf-mueller-landau.de.