Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017, Prof. Dr. Margot Käßmann; Foto: Pulkowski / © Staatskanzlei
Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Prof. Dr. Margot Käßmann; Foto: Pulkowski / © Staatskanzlei
Auftaktveranstaltung zur Ausstellungsreihe im Festsaal; Foto: Pulkowski / © Staatskanzlei
Auftaktveranstaltung zur Ausstellungsreihe im Festsaal; Foto: Pulkowski / © Staatskanzlei
Prof. Dr. Margot Käßmann während ihrer Rede ; Foto: Pulkowski / © Staatskanzlei
Prof. Dr. Margot Käßmann während ihrer Rede ; Foto: Pulkowski / © Staatskanzlei
Auftaktveranstaltung zur Ausstellungsreihe im Festsaal; Foto: Pulkowski / © Staatskanzlei
Auftaktveranstaltung zur Ausstellungsreihe im Festsaal; Foto: Pulkowski / © Staatskanzlei
Auftaktveranstaltung zur Ausstellungsreihe im Festsaal; Foto: Pulkowski / © Staatskanzlei
Auftaktveranstaltung zur Ausstellungsreihe im Festsaal; Foto: Pulkowski / © Staatskanzlei

Luther-Dekade in Rheinland-Pfalz

Auftaktveranstaltung zur Ausstellungsreihe "Umbruch der Zeiten"

„Rheinland-Pfalz hat wie kein anderes Land im Westen Deutschlands zentrale Erinnerungsorte der frühen Reformationszeit vorzuweisen. In unserer Region haben vor 500 Jahren wichtige Ereignisse stattgefunden. So wurde bereits 1520 in der Magnuskirche in Worms evangelisch gepredigt. 1521 hat sich Martin Luther auf dem Reichstag in Worms geweigert, seine Glaubenspositionen zu widerrufen." Dies sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 24. Februar bei der Auftaktveranstaltung zur Ausstellungsreihe „Im Umbruch der Zeiten“ in der Staatskanzlei.

Im Rahmen der Lutherdekade werde es im Jahr 2015 in Mainz eine ganze Reihe von Ausstellungsprojekten des Landesmuseums Mainz in Kooperation mit der Johannes Gutenberg-Universität, des Dom- und Diözesanmuseums Mainz sowie des Gutenberg-Museum geben.



Die Ministerpräsidentin erinnerte unter anderem an Ritter Franz von Sickingen, der ab 1520 den Humanisten Ulrich von Hutten und einige bedeutende protestantische Theologen auf der Ebernburg beherbergt habe, und an die Reichstage in Speyer, die zur Trennung von Katholiken und Protestanten geführt hätten. „Vor dem Hintergrund dieser geschichtlichen Ereignisse beteiligt sich die Landesregierung von Rheinland-Pfalz seit Jahren aktiv an der Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die auch dem Kuratorium zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums angehört. Besonders erfreut war sie, die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017, Prof. Dr. Margot Käßmann, begrüßen zu können.



Ministerpräsidentin Malu Dreyer betonte, dass 2015 die Reformation und die Erinnerung daran in Mainz besonders lebendig sein würden. Das Gutenberg-Museum werde mit drei Ausstellungen unter dem Titel „Am 8. Tag schuf Gott die Cloud. Die Reformation als Medienereignis in Text und Bild" die neuen medialen Möglichkeiten der damaligen Zeit thematisieren, die Luther, seine Anhänger und seine Widersacher nutzten. 

Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz stelle im Landesmuseum die faszinierende Gestalt des Franz von Sickingen in den Mittelpunkt der kulturhistorischen Ausstellung „Ritter! Tod! Teufel? Franz von Sickingen und die Reformation", die zahlreiche hochkarätige Leihgaben präsentieren werde. Die in Kooperation mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz erarbeitete Ausstellung stelle den Hauptbeitrag des Landes Rheinland-Pfalz zur Lutherdekade dar“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.



Die Ausstellung des Dommuseums „Schrei nach Gerechtigkeit. Leben am Mittelrhein am Vorabend der Reformation" thematisiere Ängste und Hoffnungen der Epoche. Endzeiterwartung, wirtschaftlicher Aufbruch und die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit spiegelten sich in Alltagsgegenständen, Dokumenten und herausragenden Kunstwerken der Zeit um 1500. 

Die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017, Prof. Dr. Margot Käßmann stellte in ihrer Rede fest: „Für Toleranz steht die Geschichte von Reformation und Gegenreformation wahrhaftig nicht. Aber es gibt einen Lernprozess hin zu Ökumene, Dialog der Religionen und dem aktiven Eintreten für demokratische Grundrechte. Ein solcher Lernprozess macht Hoffnung.“