Nützlich, gefährlich, romantisch...

Wasser im Spiegel der Kunst

5. Juni 2011 bis 4. März 2012

Wasser bietet für Künstler aller Epochen eine unerschöpfliche Quelle der Auseinandersetzung. Anhand von über 90 ausgestellten Gemälden des 17. bis 20. Jahrhunderts – darunter Werke von Jan van Goyen, Salomon van Ruysdal und Andreas Achenbach – eröffnet die Ausstellung im Landesmuseum Mainz eine neue Sichtweise auf dieses Thema. Sie nähert sich dem Thema Wasser mittels der noch jungen Disziplin der Umweltgeschichte, die das Verhältnis des Menschen zu seiner Umgebung hinterfragt. Gemälde von „Wasserlandschaften“ sind eine aussagekräftige Quelle darüber, wie Menschen dieses wesentliche Element erleben. Sie erzählen Geschichten von Nützlichkeit und Vergnügen, aber auch von Herausforderung, Widerstand, Gefahr und Katastrophe.

So wird das Verhältnis vom Menschen zum Wasser mit all seinen Gegensätzlichkeiten abgebildet: Bilder von Naturkatastrophen, von Schiffbrüchen oder von Brücken verdeutlichen die Anstrengungen des Menschen, das Wasser zu bewältigen, zu bezähmen, zu überwinden und zu kultivieren. Auf anderen Bildern wiederum wird der Nutzen des Wassers für den Menschen deutlich. Sie zeigen Wasser zur Energiegewinnung, als Wirtschaftkraft und Nahrungsquelle oder auch als wichtigen Bestandteil des Freizeitvergnügens. Selbst der Umgang mit Abwasser findet in den Gemälden seinen Niederschlag.