Mainz in frühen Fotografien

14. November 2010 – 30. Januar 2011

Im Mittelpunkt dieser Ausstellung stehen zwei Photographen – Hermann (Seligmann) Emden (1815-1879) und Carl Hertel (1832-1906). Mit Emdens prächtigem Buch „Der Dom zu Mainz und seine bedeutendsten Denkmäler in 36 Original-Photographien“ (1858) bewahrt die Graphische Sammlung eine seltene Inkunabel der Mainz-Photographie aus dem Besitz Ludwig Lindenschmits d. Ä. Hermann Emden erlernte zunächst, wie andere Photographen auch, Kupferstich und Lithographie und wurde einer der ersten Photographen in Frankfurt a. M. (ab 1852); sein Atelier bestand bis 1872.
Carl Hertel ist seit 1863 in Mainz nachweisbar. 1874 wurde er zum Großherzoglichen Hofphotographen ernannt. Außerdem war er Kunsthändler und Maler. Er war auf den Gebieten der Portrait-, Landschafts- und Architekturphotographie tätig und konnte mit Alben, Mappenwerken und Leporellos große kommerzielle Erfolge verzeichnen. In der Ausstellung werden Photographien einzelner Mainzer Bauten zu sehen sein, die sowohl von hohem dokumentarischem wie ästhetischem Rang sind.