Am Brand, Platzansicht von Nordosten, um 1940

Am Brand, Platzansicht von Nordosten, um 1940
Foto: Fritz Arens, GDKE RLP, Landesdenkmalpflege

Szenenwechsel

Im Mittelpunkt der im November 2015 eröffneten Ausstellung stehen viele Mainzer Wahrzeichen. Um den vielen unterschiedlichen Baudenkmälern der Stadt gerecht zu werden und die zum Teil kostbaren Originale nicht zu gefährden, steht mit der Verlängerung ab dem 8. November noch einmal ein Szenenwechsel an. Mit dem Brand, dem Münsterplatz und dem Stadtpark kommen drei neue Themenbereiche dazu. Mit dem Alten Stadioner Hof wird zudem an ein Gebäudeensemble erinnert, das schon Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Stadtbild verschwand.

Darüber hinaus kann die Ausstellung ab Anfang Dezember mit faszinierenden Raritäten aus den Depots des Landesmuseums aufwarten: So ist in der Ausstellung ein Ölgemälde der Ignazkirche zu sehen. Der Münchner Maler Waldemar Kolmsperger hatte es Anfang des 20. Jahrhunderts entworfen, um es als Modell für die Restaurierung der Fresken an der Decke der Kirche zu nutzen. Heute dient das Kunstwerk auch den Restauratoren, die sich derzeit mit der Ignazkirche beschäftigen, als wichtige Vorlage. Das Gemälde steht im Mittelpunkt der Reihe „Aus der aktuellen Denkmalpflege“, die im Rahmen der Ausstellung ausgewählte Denkmäler näher beleuchtet.

Die vier Schwerpunkt-Themen der Ausstellung – der Dom, das ehemalige kurfürstliche Residenzviertel mit dem Schloss, der Markt und das Landesmuseum – bleiben während der gesamten Ausstellungsdauer erhalten. Mit dem Szenenwechsel ändern sich allerdings auch hier einige Exponate. Auf diese Weise produziert die Ausstellung selbst neue Ansichten.