Karikatur zum Mainzer Rathaus, Allgemeine Zeitung Mainz, 2002
Karikatur zum Mainzer Rathaus, Allgemeine Zeitung Mainz, 2002
Das Mainzer Rathaus, Frontansicht, Foto: Reith
Das Mainzer Rathaus, Foto: Reith
Luftbild von Mainz mit dem Rathaus
Luftbild von Mainz mit dem Rathaus
Das Herzstück ist der Ratsaal, Foto: Reith
Das Herzstück ist der Ratsaal, Foto: Reith

Das Mainzer Rathaus

Silvester 1973 wurde das neue Mainzer Rathaus eingeweiht, der erste Rathausbau nach 500 Jahren. Aus einem Wettbewerb 1968 war die Bürogemeinschaft Arne Jacobsen und Otto Weitling einstimmig als Sieger hervor gegangen.

Entstanden ist ein Bau, der sich städtebaulich gut einpasst, indem er den Blick zum Dom durch die Schrägstellung der monumentalen Hauptfassade freihält. Über den verhältnismäßig kleinen Eingang führt der Weg durch eine hohe Eingangshalle in die Lobby, von der aus man die einzelnen Sitzungssäle erreicht. Herzstück ist der Ratssaal mit seiner kreisrunden Möblierung, der auch im Außenbau zum Rhein hin deutlich hervorgehoben ist. Was das Rathaus darüber hinaus zum Gesamtkunstwerk macht, ist die weitgehend erhaltene Originalausstattung.

2006 erfolgte die förmliche Unterschutzstellung. Der intensiv genutzte Bau ist in die Jahre gekommen und bedarf dringend einer Gesamtinstandsetzung, wobei denkmalpflegerische Aspekte zu beachten sind.

Für viele Mainzer blieb die Sprache der Architektur, die Verkleidung aus norwegischem Kalkstein, die Gliederung und Akzentuierung des Baues durch großformatige Gitterkonstruktionen fremd. Deshalb – und wegen der Kosten - gibt es seit Jahren heftige Diskussionen um das Schicksal dieses Baudenkmals. Die Vorschläge reichen von Abriss über Verkauf, Umnutzung bis hin zur denkmalpflegerisch konsequenten Reparatur.

Durch viele Aktivitäten – Führungen, Vorträge und Publikationen - im Zusammenwirken verschiedener Institutionen ist es gelungen, das Rathaus den Mainzer Bürgern näher zu bringen.

Die Planung einer Gesamtsanierung, die die Summe von 50 Millionen Euro nicht übersteigen soll, wird  vorbereitet.