Der Unvollendete - Der Turmbau zu Babel

Drei Gemälde im Vergleich

Sie gehört zu den bekanntesten biblischen Erzählungen des Alten Testaments: die Geschichte vom Turmbau zu Babel. In der Malerei war das Thema vor allem in den Niederlanden im 16. und 17. Jahrhundert beliebt. Die Arbeiten von Pieter Brueghel d. Ä. begründeten in den 1560er Jahren die Hochphase der Turmbau-Gemälde. Inspiriert von den Werken Brueghels, widmete sich der Maler Lucas van Valckenborch dem Thema.

Das Landesmuseum zeigt ab 3. März neben dem ständig ausgestellten „Turmbau zu Babel“ von Lucas van Valckenborch für anderthalb Monate eine weitere Version aus dem Mittelrhein-Museum Koblenz. Die Möglichkeit zum direkten Vergleich der beiden Valckenborch-Gemälde bietet sich höchst selten: auf Holzgrund gemalt, sind sie sehr empfindlich und werden daher kaum verliehen. Daneben wird eine dritte Darstellung aus dem Bestand des Landesmuseums zu sehen sein, deren Ursprung im Umkreis des flämischen Malers Abel Grimmer anzusiedeln ist.

Die Turmbau-Darstellungen bestechen durch ihre Kleinteiligkeit und Detailfülle, die den Turm umso gewaltiger erscheinen lassen. Auf der Baustelle und in der umgebenden Landschaft wimmelt es von Menschen, Tieren und Arbeitsmaterialien. Die drei Gemälde sind im Landesmuseum in der Abteilung „Niederländische Malerei“ der Dauerausstellung zu sehen.