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Ernst-Ludwig-Platz in Mainz

Gesprächsrunde mit Einführungsvortrag von Generaldirektor Dipl. Ing. Thomas Metz

Thema: Der Ernst-Ludwig-Platz in Mainz. Ein Freiraum der Nachkriegsmoderne im Spannungsfeld zwischen denkmalpflegerischer Würdigung, städtebaulicher Verdichtung und historisierender Neuschöpfung

Egon Hartmann hat den Wiederaufbau der nach dem Zweiten Weltkrieg in großen Teilen zerstörten Mainzer Innenstadt maßgeblich mitgeprägt und zugleich Bebauungsvorschläge für einzelne städtische Bereiche erarbeitet. Dazu zählte auch der Ernst-Ludwig-Platz, der am Donnerstag, 16. Januar 2020, um 18 Uhr im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde im Landesmuseum Mainz der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) steht. In diesem Rahmen werden überregional anerkannte Expertinnen und Experten die Fragen nach der heutigen Wertschätzung des Ernst-Ludwigs-Platzes als Freiraum der Nachkriegsmoderne und seine Funktion als Zeugnis des geistigen und künstlerischen Schaffens dieser Zeit sowie seine Bedeutung für das öffentliche Interesse vertiefen. Mit dabei sind: Dr. Dorothee Boesler, Referatsleiterin für Städtebau und Landschaftskultur beim LWL Landschafts- und Baukultur in Westfalen, Dr. Elena Wiezorek, Vorsitzende der Landesgruppe Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL), Prof. Andrea Wandel, Vorsitzende des Gestaltungsbeirats der Landeshauptstadt Mainz und Prof. Dr. Detlef Kurth, Vorsitzender der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung. 

Moderiert wird die Gesprächsrunde von Thomas Metz, Generaldirektor der GDKE. Er führt auch mit einem Impulsvortrag in die Thematik ein und stellt die städtebauliche Entwicklung des Ernst-Ludwigs-Platzes mit den Planungen von Egon Hartmann und Ernst May vor.

Mit der aktuellen Ausstellung „Egon Hartmann und der Wiederaufbau von Mainz“ (noch bis 1. März 2020) erinnert das Landesmuseum Mainz an den lange in Vergessenheit geratenen Architekten und Stadtplaner. Sein auf dem historischen Straßenverlauf basierendes Wiederaufbaukonzept aus den Jahren 1955 und 1956 war eine wesentliche Grundlage für die vom 1958 zum Planungsbeauftragten der Stadt berufenen Ernst May erstellte Aufbau- und Rahmenplanung. May greift die Ideen Hartmanns für die Innenstadt auf. Seine Pläne wurden 1958/59 vom Stadtrat beschlossen und bildeten die Grundlage für den weiteren Aufbau von Mainz. So gesehen gehen zentrale Aspekte des heutigen Stadtbilds auf die Ideen Egon Hartmanns zurück.

Eintritt frei.